GUT APENBURG

Ein traditionsreicher Familienbetrieb in der Altmark

Das Gut Apenburg weist eine 666-jährige Geschichte auf. Im Jahre 1351 gaben die Markgrafen von Brandenburg als Dank für treue Dienste "in höchsten Nöten" den Schulenburgs "Weichbild und Bleck" Apenburg mit dem Dorf Rittleben zu "rechtem Erblehen". Daraufhin bauten sie mit Zustimmung der umliegenden Städte eine kleine Burg und stiegen zu einer der 7 "schlossgesessenen" Familien der Altmark auf. Die Alte Burg zu Apenburg besteht heute noch als eindrucksvolle Ruine, war die Begräbnisstelle der Familie und wird seit fast 30 Jahren liebevoll von einer Gruppe Apenburger Bürger gepflegt und Instand gehalten. Besichtigungen sind jederzeit nach Voranmeldung möglich. Jährlich am ersten Wochenende im September findet das traditionelle Burgfest mit bis zu 3000 Besuchern statt.

Familienwappen v. der Schulenburg
Familienwappen v. der Schulenburg

Im Jahre 1373 verbriefen und bestätigen Kaiser Karl IV. und sein Sohn Wenzel den Schulenburgs das "kokemeister ampt der marken tho Brandenborgh", womit dieses eigentlich nutzlose, nur dekorative Erbamt des "Erbküchenmeisters der Mark Brandenburg" bis 1918 an das Geschlecht kam. Einzig sichtbares Zeichen dieses Amtes ist heute neben den 3 Greiffenklauen noch der geschmückte Ochse im Wappen der Familie. 


Das älteste heute noch stehende Hofgebäude wurde 1626 von einem Vorfahren des jetzigen Eigentümers Paul - Werner v. der Schulenburg erbaut. 1945 fiel das Gut der Bodenreform in der sowjetisch besetzten Zone zum Opfer. Die Familie wurde entschädigungslos enteignet und in den Westen vertrieben. 1993 kehrte die Familie zurück, kaufte die verfügbaren Reste des alten Betriebes - zumeist vom Staat - und gründete das "Gut Apenburg", um die Familientradition fortzusetzen. Das Haus wurde 1997 von der Gemeinde zurückerworben, grundlegend renoviert und bildet seitdem mit zwei weiteren grundinstandgesetzten Gebäuden die kleine Hofanlage des Betriebes.


Die 19. Generation der Schulenburgs in Apenburg trainiert bereits das Fahren mit dem Trecker, denn es soll "immer weiter" gehen.